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Kloster Rila
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v. Pastra. Gemeinde Rila. Staat Kiustendil.

Das Kloster Rila, auch Rila-Kloster (bulgarisch Рилски манастир) liegt im Rila-Gebirge, rund 125 Kilometer von der Hauptstadt Sofia entfernt im westlichen Bulgarien.

Das Kloster ist eines der international bedeutendsten orthodoxen Klöster und das größte im Land. Es wurde in die Liste des Weltkulturerbes der UNESCO aufgenommen. Die Anlage - eines der 100 nationalen touristischen Objekte - ist das wichtigste Zentrum des religiösen Tourismus im Land und gilt als Nationalheiligtum.

Das Kloster wurde im 10. Jahrhundert - nach unbestätigter Überlieferung - von dem Mönch Iwan Rilski gegründet. Dieser hatte sich von dem Glanz und dem ausschweifenden Leben am Zarenhof zurückgezogen, um in unnahbaren Bergregionen das Leben eines Einsiedlers zu führen. Aus dieser Gründungszeit stammen das Beinhaus und die Kapelle Heiliger Luka. Im Mittelalter wurde das Kloster von Pilgern reich beschenkt und entwickelte sich zu einem Zentrum des geistigen und kulturellen Lebens in Bulgarien. Der Herrscher Protosebast Chreljo unterstützte die Entwicklung durch den Bau von Schutzmauern, und ließ das Kloster schließlich sogar zu einer Festung ausgebauen. Andererseits unterstützte dieser Feudalherrscher auch angreifende Heere und wurde schließlich - als Mönch Harilton - im Klosterturm erstochen, der heute seinen Namen trägt.

Durch den Zaren Iwan Schischman erhielt das Kloster im Jahr 1378 weitreichende Privilegien. Zahlreiche Schriftsteller, Künstler und Baumeister hinterließen Manuskripte, kirchliche und Profanbauten, Wandmalereien, Holzschnitzereien, liturgische Gefäße und Ikonen.

Mit der Eroberung Bulgariens durch die Osmanen im 14. und 15. Jahrhundert verlor das Kloster an Einfluss. Mitte des 15. Jahrhunderts wurde es geplündert und weitgehend zerstört, gegen Ende des 15. Jahrhunderts jedoch wieder aufgebaut. Die Reliquien von Iwan Rilski wurden aus der damaligen bulgarischen Hauptstadt Weliko Tarnowo feierlich zurück in das Kloster Rila gebracht. Die Prozession ist in dem Werk Rila Legende von Wladislaw Gramatik detailliert wiedergegeben. Auch unter osmanischer Herrschaft genoss das Kloster Privilegien ähnlich wie in vor-osmanischer Zeit. Allerdings verhinderte auch der Schutzbrief des Sultans in Konstantinopel (heute Istanbul, bulg.: Цариград/Zarigrad) Übergriffe nicht vollständig. 1466 wurde zwischen dem Kloster Rila und dem Kloster Heiliger Pantheleimon in der Mönchrepublik Athos ein Vertrag über eine Partnerschaft geschlossen.

Auch die Beziehungen zur Orthodoxen Kirche in Russland wurden verstärkt. Im Jahr 1558 wanderten viele Mönche des Klosters nach Russland aus. Im 16. und 17. Jahrhundert erweiterten sich die Beziehungen zu den anderen Nachbarländern Serbien, Rumänien und Griechenland.

Die Epoche der bulgarischen Wiedergeburt im späten 18. und vor allem im 19. Jahrhundert gab neue Impulse für das Kloster Rila. Mit Spenden aus der Bevölkerung wurden die Gebäude wiederhergestellt, erweitert und erneuert. Das Kloster wurde wieder zum Ziel tausender Pilger, Stifter, Baumeister und Künstler. Im Kampf für ein unabhängiges Bulgarien diente das Kloster oft als Zufluchtort vieler Freiheitskämpfer, darunter Wasil Lewski, Iljo Wojwoda, Goze Deltschew, Jane Sandanski und weitere.

Die Errichtung der ersten Wohngebäude begann 1816. Im Jahr 1833 zerstörte ein Großbrand bis auf den Wachtturm und die Kapelle die übrigen Klosteranlagen. Unter der Leitung von Igumen (Abt) Jossif wurde der Klosterkomplex schließlich in seiner heutigen Form wiederaufgebaut. Pavel Ivanovitsch, ein damals sehr bekannter Baumeister, ließ die alte Kirche abtragen und ersetzte sie in den Jahren 1834–1837 durch die Hauptklosterkirche Sweta Bogorodiza.

 

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