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Weliki Preslaw
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c. Veliki Preslav. Gemeinde Vliki Preslav. Staat Shumen.

Weliki Preslaw [vɛˈliki prɛsˈɫaf] (bulgarisch ) ist eine Stadt in Ostbulgarien, in der Oblast Schumen, unweit von Schumen.

Die heute eher unbedeutende Kleinstadt war unter dem Namen Preslaw von 893 bis ca. 972 Hauptstadt des ersten Bulgarischen Reiches, das den europäischen Südosten im Mittelalter dominierte. Die ersten Hinweise von einer Besiedelung der Stadt stammen von Thrakern aus dem 13.-14. Jahrhundert v. Chr.

Preslaw entwickelte sich zu einem Zentrum von strategischer Bedeutung mit einer ständigen militärischen Präsenz, das als Drehscheibe der alten römischen Straßen von Westen nach Osten und von Nord Richtung Süden diente. In dieser Zeit blieb die Stadt jedoch slawisch geprägt.

Die bulgarischen Herrscher Khan Krum und seinem Sohn Omurtag befestigten und bauten Preslaw aus, um den Warbizapass im Balkangebirge abzusichern, über den die Byzantiner mehrmals in Bulgarien eingefallen waren (s. Schlacht am Pass von Warbiza). Preslaw wurde zum Sitz des Itschirgu-Boils, Verwalter der Hauptstadt und Befehlshaber der hauptstädtischen Garnison.

893 wurde der Hauptstadtsitz des bulgarischen Reiches nach einem Aufstand der alten Eliten gegen die Christianisierung des Landes in der nahegelegenen Stadt Pliska von Zar Simeon I. der Große nach Preslaw verlegt. Als Hauptstadt eines Reiches, das den größten Teil der Balkanhalbinsel umfasste, erlebte die Stadt ihre Blütezeit, in der sie sich im bulgarischen Reich neben Ohrid zu einem Zentrum der altkirchenslawischen Schriftkultur entwickelte (Schule von Preslaw), aber nie die Größe der alten Hauptstadt erreichte. Neben den großangelegten Herrscherpalästen mit ihren Stiften wurde 927, als Preslaw Sitz des Patriarchen der unabhängigen bulgarisch-orthodoxen Kirche wurde, ein Patriarchenpalast erbaut. Bei ihrem Bau verwendete man für die Ausschmückung der Ornamente der Marmorsäulen und Kapitellen neben Farbe auch Glas und Gold. Die Wände, Böden und Decken waren nach byzantinischem Vorbild mit Mosaiken verziert.

Am Hofe der bulgarischen Zaren in Preslaw entstand nach heutiger Auffassung um die Mitte des 10. Jahrhunderts das kyrillische Alphabet[3]. Eine Urheberschaft der Slawenapostel Kyrill und Method, die ein Jahrhundert früher lebten, kann somit ausgeschlossen werden. Der Ausbau der Stadt wurde auch nach dem Tode des Zaren Simeon durch seinen Sohn Zar Petar I. fortgesetzt, der einen 50-jährigen Frieden mit Byzanz aushandelte.
Byzantinische Truppen greifen Preslaw an (Skylitzes Matritensis)

Um 970 wurde die Stadt nach der Besetzung durch den Kiewer Fürsten Swjatoslaw I. und den Waräger geplündert und zur Hauptstadt der Kiewer Rus. Die Hauptstadt des bulgarischen Reiches wurde in den westlichen Teil des Staates, nach Ohrid verlegt. 972 wurde jedoch Preslaw von der Armee des byzantinischen Kaisers Johannes I. Tzimiskes eingenommen und niedergebrannt. Der größte Teil der Simeonbibliothek wurde jedoch nach Konstantinopel geschafft.

Im Zweiten Bulgarischen Reich (1189-1396) wurde die Stadt erneut als Militärlager mit strategischer Bedeutung genutzt. Als neue Hauptstadt wurde jedoch das mitten im Balkangebirge liegende Weliko Tarnowo gewählt. Im Tatarensturm um 1270 verließen die letzten Einwohner die Festung und gründeten zwei Kilometer nördlich die neue Stadt Weliki Preslaw.

Die Festung wurde 1388 endgültig von den anrückenden Osmanen zerstört. Auch die nahegelegene neue Stadt wurde dabei zerstört. Die Stadt konnte sich nur schwer davon erholen. Die wieder ausgegrabenen Ruinen der Stadt befinden sich in einem archäologischen Park nahe der heutigen Stadt.

1808 wurde die Kirche der Hl. Apostel Petrus und Paulis (bulg. . ) gebaut. 1874 wurde das Tschitalischte (Kulturhaus) Razwitie (bulg. =Entwicklung) gegründet, in dem heute mehrere Gesang-, Tanz-, und Spielvereine sowie die Stadtbibliothek beheimatet sind. Vier Jahre später wurde Preslaw im Züge des Russisch-Türkischen Befreiungskriegs von 1877/78 von der osmanisch-türkischen Herrschaft befreit.

 

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